Konsortium

Die VitalAire GmbH ist ein deutschlandweit tätiges Home-Healthcare Unternehmen und betreut derzeit etwa 180.000 Patienten. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf respiratorischen Therapien: Außerklinische Beatmung, Sauerstoff-Langzeittherapie, Inhalation, Monitoring und Schlaf-Apnoe-Therapie. Sie wurde 2000 als Zusammenlegung von 3 Unternehmen gegründet (VTG Medizintechnik, Reutlingen, Werner Medizintechnik, Köln und Hoyer Medizintechnik, Bremen). Die VitalAire GmbH mit Sitz in Norderstedt ist ein Tochterunternehmen der AIR LIQUIDE Deutschland GmbH in Düsseldorf.

Der Schwerpunkt in den respiratorischen Therapien wird zunehmend ergänzt durch Tochterfirmen wie dem ambulanten Pflegedienst ICHome zur Betreuung von Intensivpflege-Wohngemeinschaften und der Licher MT mit Infusionstherapien, insbesondere subkutane Pumpentherapien bei Morbus Parkinson durch Apomorphin (Medikament im Mitvertrieb). Eine aktuelle Akquisition (zu 65%) betrifft die Firma OMT mit Infusionstherapien, einschließlich implantierbarer Pumpen, parenteraler Ernährung sowie invasive Neurostimulation bei chronischen Schmerzen.

Im Vertrieb und als Patientenbetreuer sind bundesweit etwa 250 Medizinprodukteberater eingesetzt, die zum großen Teil einen Hintergrund im Pflegebereich haben. Diese kümmern sich bereits heute proaktiv um die Betreuung der Therapie im ambulanten Sektor, auch wenn dazu kein Auftrag seitens der Kostenträger besteht. Der Pflegedienst selbst besteht aus 85 (Intensiv-) Pflegekräften. Ein aktiver und persönlicher technischer Notdienst wird rund um die Uhr bereitgehalten, neben dezidierten Ansprechpartnern für Spezialtherapien, wie die Apomorphin Therapie bei M. Parkinson. Die VitalAire GmbH rechnet als Vertragspartner der Krankenkassen ab, z.T. den Kauf/Wiedereinsatz von medizin-technischen Geräten sowie über zeitlich begrenzte Fallpauschalen, zunehmend im Rahmen von Ausschreibungen. Das Gleiche gilt für die Medizintechnik bei den Infusionstherapien. Der ambulante Pflegedienst rechnet zur Grundpflege mit den Pflegekassen und zur Behandlungspflege mit den Krankenkassen ab. VitalAire nimmt somit am Vorhaben sowohl als Qualitätsanbieter rund um Medizinprodukte, als Experte im Überleitungsmanagement und Pflegeanbieter teil.

Das Palliativnetz Freiburg wurde 2010 gegründet. Nachdem, moderiert über die Stadt Freiburg, bereits seit 2006 Vorgespräche stattfanden wurde im September 2010 ein Versorgungsvertrag mit den Kostenträgern für die Versorgung der Region Freiburg, Emmendingen und mit Einschränkungen Hochschwarzwald geschlossen. Das Versorgungsgebiet umfasst ca. 550.000 Einwohner.
In den ersten 5 Jahren wurden vom Palliativnetz 1090 Patienten versorgt.
Das Angebot der SAPV richtet sich an Patienten im fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren Erkrankung, die unter einer ausprägten Symptomatik leiden oder eine aufwändige Versorgung benötigen. Die Lebensqualität soll erhalten oder verbessert werden und es soll den Betroffenen ein menschenwürdiges Leben in ihrer vertrauten Umgebung ermöglicht werden. Im Vordergrund steht nicht die Behandlung mit dem Ziel der Heilung, sondern Linderung der belastenden Symptome wie z.B. Schmerzen, Übelkeit oder Atemnot. Die Mitarbeitenden des Palliativnetz Freiburg betrachten das Sterben als einen Teil des Lebens.
In unserer Arbeit distanzieren wir uns ausdrücklich von aktiver Sterbehilfe.
Unser Kernteam setzt sich aus erfahrenen, spezialisierten Pflegefachkräften und Palliativmedizinern zusammen. Wir ergänzen und koordinieren bereits bestehende Hilfesysteme.
Unter Einbeziehung der Haus- und Fachärzte, der Pflegedienste und der stationären Einrichtungen wollen wir den Verbleib in der häuslichen Umgebung mit guter Versorgung bis zum Tod ermöglichen.
Hierdurch möchten wir unseren Beitrag dazu leisten, dass sterbende Menschen inmitten unserer Gesellschaft bleiben können.
Für diese Aufgaben ist das Palliativnetz gut vorbereitet und qualifiziert. Unser Wissen und unsere Erfahrung setzen wir mit großem Verantwortungsgefühl gegenüber den Erkrankten und deren Familien ein. Regelmäßige Fortbildungen und Supervision sind weitere Bestandteile, um die Qualität unserer Arbeit auf höchstem Niveau halten zu können.

Die nubedian GmbH ist ein innovatives Software- und Dienstleistungsunternehmen, welches 2011 als SpinOff des FZI Forschungszentrum Informatik gegründet wurde. Mit seinen Cloud-basierten und mobilen Lösungen stellt sich die nubedian GmbH den demografischen Herausforderungen und unterstützt Organisationen und Mitarbeiter in der Beratung, dem Coaching und der Koordination mit geeigneten Werkzeugen. Die nubedian GmbH weist Kernkompetenzen im Bereich der Konzeption und Entwicklung webbasierter und mobiler Softwarelösungen für das Sozial- und Gesundheitswesen auf und erarbeitet sowohl Standardlösungen als auch Individuallösungen. Des Weiteren bringt die nubedian GmbH spezielles Know-How im Bereich Softwarelösungen für Beratungsdienstleistungen und Case Management, sowie Integration Service orientierter Architekturen in das Projekt ein. 2012 wurde die nubedian GmbH für ihre Softwarelösung CareCM durch das Bundesministerium für Wirtschaft mit dem „Gründerpreis IKT innovativ“ ausgezeichnet. Nubedian ist an verschiedenen nationalen Forschungsprojekten im Kontext IT-Unterstützung in Pflege und Gesundheitswesen beteiligt, darunter die Projekte Inspire (IT-Untersützung in der Schlaganfallnachsorge, BMBF), TrinkTracker (Trinkassistent in der Pflege, BMBF) und Ambunet (IT-Unterstützung der medizinischen und pflegerischen Versorgung im ländlichen Raum, Sozialministerium BW) beteiligt.

An der HFU wurde 2011 der Studiengang Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW) gegründet, der in einer in Deutschland bisher einmaligen Weise Kompetenzen zu technischen Assistenzsystemen in einen gesundheits- und pflegewissenschaftlichen Studiengang integriert. Technische Lösungsansätze zur Unterstützung der Versorgung von Menschen mit verschiedensten Einschränkungen sind dabei von Beginn an als Themenfeld in der Lehre integriert. Im supplementären Forschungsinstitut „Mensch, Technik und Teilhabe“ (IMTT, unter der Leitung von Prof. Dr. Christophe Kunze, Assistive Technologien, und Prof. Dr. Peter König, Pflege- und Rehabilitationswissenschaften) werden anwendungsorientierte Forschungsarbeiten zur Techniknutzung im Alter, zur Technikunterstützung der pflegerischen Versorgung und zur Entwicklung von neuen Ansätzen der Mensch-Technik-Interaktion in Pflege und Alltagsunterstützung interdisziplinär durchgeführt. Eine Besonderheit ist dabei die enge Verknüpfung technischer und pflegewissenschaftlicher Kompetenzen. Im hochschuleigenen Ambient Assisted Living (AAL) Forschungslabor „Future Care Lab“ sind verschiedene Basistechnologien verfügbar, die auf ihre Anwendbarkeit in Pflegeszenarien untersucht werden können, darunter Smart-Home-Technologien, Telepräsenz- und Companion-Robotersysteme sowie AR- und VR-Systeme. Zu den bisherigen Forschungsaktivitäten zählt das Projekt ENAS (BMBF, 2013-2014), in dem ein Vorgehensmodell für die Evaluation technischer Lösungsansätze in der Pflege entwickelt worden ist. Weitere Forschungsprojekte waren u. a. „Selbstbestimmt & Sicher“ (Technikgestützte Pflege im ländlichen Raum, BMBF, 2012-2015), Wegweiser Alter + Technik (Plattform zur Beratung zu technischen Hilfen, BMBF, 2013-2016), SONIA (Soziale Inklusion durch technikgestützte Kommunikationsangebote im Stadt-Land-Vergleich, Land BW, 2012-2015), ExIAL (Experimentalsystem für Intelligente Assistive Lebensumgebungen, DFG, 2014) und das Zentrum für angewandte Forschung an Hochschulen für AAL (ZAFH-AAL, Land BW, 2012-2015). Aktuell werden zudem die Projekte „InterMem“ (Technikgestützte Erinnerungspflege, BMBF, 2015-2018), SONIAnetz (Aufbau eines Hilfemix mittels digitaler Vernetzung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten, Land BW, 2015-2019) sowie das Zentrum für angewandte Forschung AAL II (Land BW, 2016-2019) bearbeitet.

Das FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie ist eine gemeinnützige Einrichtung für Informatik-Anwendungsforschung und Technologietransfer. Es bringt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie in Unternehmen und öffentliche Einrichtungen und qualifiziert junge Menschen für eine akademische und wirtschaftliche Karriere oder den Sprung in die Selbstständigkeit. Das FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie ist eine gemeinnützige Forschungstransfereinrichtung des Landes Baden-Württemberg, das für seine Geschäfts- und Forschungspartner Lösungen für innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse entwickelt.

Geführt von Professoren verschiedener Fakultäten entwickeln die Forschungsgruppen am FZI interdisziplinär für ihre Auftraggeber Konzepte, Software-, Hardware- und Systemlösungen und setzen die gefundenen Lösungen prototypisch um. Wissenschaftliche Exzellenz und gelebte Interdisziplinarität sind somit in der Organisation verankert.

Als gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts arbeiten wir für und mit Unternehmen und öffentlichen Institutionen jeder Größe: Kleinbetriebe und Konzerne, regionale Verwaltungen, Länder, Bund und EU. Mit dem FZI House of Living Labs steht eine einzigartige Forschungsumgebung für die Anwendungsforschung bereit.

Alle Bereiche des FZI sind nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert; Bereiche mit Anwendungsforschung für Medizinprodukte auch nach DIN EN ISO 13485:2010. Hauptsitz ist Karlsruhe. Das FZI ist mit einer Außenstelle in Berlin vertreten.

Im Bereich der Informationstechnologie ist das FZI Innovationsdrehscheibe in Baden-Württemberg. Als wirtschaftsnahe und unabhängige Forschungseinrichtung erfüllen wir die Aufgabe einer Schnittstelle zwischen universitärer Forschung und praktischer Anwendung. Wir sind der Innovationspartner im Bereich IT des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Wirtschaft. Das FZI ist Mitglied der Innovationsallianz innBW und der Innovationsallianz TechnologieRegion Karlsruhe.

Der Forschungsbereich Embedded Systems & Sensors Engineering (ESS) am FZI beschäftigt sich unter anderem mit Methoden und Werkzeugen zur Integration verteilter Sensoren, heterogener Kommunikationsnetze und mobilen Informationsgeräten zu innovativen Informationsanwendungen, v. a. für die Medizintechnik und die Automobilelektronik.